Im Rahmen des Kulturlabors bot die KulturStation Studierenden künstlerischer, kulturwissenschaftlicher und pädagogischer Fächer die Möglichkeit, innovative Formate für Kulturvermittlung im Gesundheitswesen zu entwickeln und zu erproben. Im Rahmen von Praktika oder Projektsemestern konnten sich die angehenden Kulturschaffenden und -vermittelnden auf eine spätere berufliche Tätigkeit in diesem oder einem ähnlichen Kontext vorbereiten, Praxiserfahrungen sammeln und eigene kreative Vorstellungen und Vorhaben verwirklichen. Die Entwicklung von Kulturarbeit im Krankenhaus eröffnete nicht nur ein sehr zugängliches Betätigungsfeld, sondern auch ein spannendes Forschungsgebiet.
2014
»Kunst mit und in der Natur« Land Art Workshop
2013
»Was das Gedicht alles kann ...« Schreibwerkstatt
2012
»Was tun?« Kunstprojekt
»Raum.Zeit« Theaterprojekt
22./23.09.2014 | für Interessierte der Gerontopsychiatrie
Naturkunst oder »Land Art«, das ist Kunst ohne Rahmen und Sockel, aber mit Leben
und Erdverbundenheit! Gerade im Herbst bietet die Natur eine wunderbare Farben-
und Formenvielfalt und damit einen tollen Fundus für Kunstwerke aller Art.
Mit 10 wagemutigen älteren Damen und Herren aus der Gerontopsychiatrie erkundeten Josephin Behrens und Carola Streib, zwei Studentinnen der Kulturvermittlung, im September 2014 die Grünflächen des Klinikumsgeländes, machten spannende Orte ausfindig und sammelten (Natur-) Materialien. Allein und in Gruppen gestalteten die fitteren Teilnehmenden draußen Laubskulpturen, Pilzinstallationen und Wiesenmandalas, während drinnen aus Blättern und Beeren Gestecke und CD-Hüllen-Herbstcollagen gefertigt wurden. Weil sich die Natur die Ergebnisse und künstlerisch verwandelten Ecken zurückeroberte, erinnern jetzt eigens produzierte Postkarten an die beiden schönen Nachmittage.
10./17.01.2013 | offen für alle Interessierten
Schreiben macht Spaß. Schreiben tut gut. Schreiben öffnet im grauen Alltag Räume der Vorstellungskraft. Man braucht dazu nur einen Stift und etwas Papier.
An zwei Nachmittagen im Januar 2013 lud der Autor und Literaturvermittler Mischa Mangel zu einer Schreibwerkstatt ins Sozialzentrum ein. Vorkenntnisse waren nicht nötig, lediglich ein Stift und ein Blatt Papier dienten als Ausrüstung. Die Teilnehmenden machten sich auf die Suche nach der Poesie in ihrem alltäglichen Leben: an der frischen Luft, in Gesprächen, Texten, Liedern und Bildern. Gedichte wurden gelesen, geschrieben und besprochen, Stimmen erhoben und Stimmungen ausgedrückt, und immer wieder über die Frage nachgedacht: Wie kann man mit wenigen Worten viel sagen? Denn zu sagen hatten sie alle etwas, etwas, was sie persönlich berührte, sie anging oder angriff, aufwühlte und umtrieb.

28./29.06.2012 | für die Kinder und Jugendlichen der KJP
Im Rahmen des Projektsemesters »Arbeit erfinden« setzte sich im Zeitraum von April bis Juni 2012 das Seminar »Arbeit im Sinn. Arbeit mit Sinn. Zwischen Kopf und Bauch. Was tun?« unter der Leitung von Martin Dege theoretisch und praktisch mit örtlichen und institutionellen Gegebenheiten auseinander. Der zunehmenden Entsinnlichung und Verkopfung des Alltags wurde eine erdende, ursprünglichere Komponente entgegegesetzt, um wieder näher zur Idee eines inneren Gleichgewichts zu gelangen. Auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg entstand an einem Juniwochenende gemeinsam mit 10 Mädchen und Jungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein bunter Garten, der sich auf dem Gelände immer weiter ausbreitete und schlussendlich sogar den bislang ungenutzten Wintergarten im Literaturgebäude in eine begrünte Schreiboase verwandelte.

29.03.2012—10.06.2012 | offen für alle Interessierten
Es ist Zeit für Theater, das Räume erschließt! Von März bis Juni 2012 entdeckten Patienten_innen des AMEOS Klinikum Hildesheim mit den beiden Hildesheimer Studentinnen Karu Grunwald-Delitz und Lena Wagner über theaterpädagogische Übungen den sie umgebenden Raum. Dabei näherten sie sich bereits bekannten Umfeldern an, gingen aber auch gemeinsam zu fremden Orten wie dem Theater- und Performancefestival Transeuropa, um von dort neue Impulse mitzunehmen. Mit vorgefundenen Requisiten erprobten die Teilnehmenden theatrale Mittel und eigneten sich ein Bewegungsrepertoire als Ausgangspunkt für spontane Improvisationen an. Zusammengewoben entstand daraus eine abschließende, Augen öffnende Wandelaufführung durch die Klinikgebäude.
