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Luftschloss Projektion von Sigrid Sandmann

Tagung KULTUR KANN ANDERS | Szenisches Forschen | Foto: Simon Schwinge


KulturLabor: Fokus Mensch

Labor 1 | Szenische Feldforschung: Was kann Kultur im Krankenhaus?

Szenische Feldforschung arbeitet mit den Verfahren des Theaters der Unterdrückten, insbesondere mit Variationen des Statuentheaters. Dabei geht es darum, andere Zugänge zum Themenfeld zu erschließen, neue Fragen zu entwickeln und in einen Austausch miteinander zu treten.

In einem szenischen Forschungsprozess geht es um die Verortung dessen, was Kultur im Krankenhaus sein bzw. leisten kann. Interessierte und Akteur_innen des Felds sind eingeladen, sich mit der Fokusfrage »Was kann Kultur im Krankenhaus?« ergebnisoffen, handlungsorientiert und mit szenischen Techniken auseinanderzusetzen. Theatererfahrung ist nicht erforderlich.

(Julia Weitzel, Anna-Lisa Bister)


Labor 2 | Künstlerimpulse: Vernetzungsmöglichkeiten, Wünsche und Anregungen

Was sind Wünsche? Richten sich Wünsche immer an konkrete Adressaten? Artikuliert ein Wunsch per se schon eine zukunftsweisende Erwartung? Was bedeutet der Wunsch der Vernetzung? Was kann die Tagung dazu beitragen? Löst die Tagung Wünsche aus?

Gemeinsam mit der Hamburger Künstlerin Sigrid Sandmann werden diese Fragestellungen frei thematisiert, um im Anschluss ein visuelles Wort-Bild in Form einer Lichtprojektion zu erzeugen. In dem Labor wird die Künstlerin ihre Arbeitsweise vorstellen und Beispiele aus Projekten im Krankenhaus zeigen. Das Labor bietet die Möglichkeit, sich auf künstlerische Weise mit den Themen der Tagung auseinanderzusetzen und eine andere und neue Form der Aneignung eines Themas auszuprobieren.

(Sigrid Sandmann)


Labor 3 | Bewegung als ästhetische Erfahrung und Entwicklungsimpuls

Was ist eine ästhetische Erfahrung? Mich einer Situation auf eine Art und Weise ausliefern, dass sie nicht mit meinen gewohnten Mitteln deut- oder lösbar ist. Was ist Entwicklung? Den auf diese Weise gewonnen neuen Blick auf die Welt mit meinen bisherigen Erfahrungen verknüpfen.

Diese Thesen stellt die Kultur- und Bewegungspädagogin Heike Pourian in den Raum und lädt alle Interessierten ein, sich anhand von ganz schlichten Bewegungsimpulsen auf eine Forschungsreise zu begeben. Bequeme Kleider sind von Vorteil, Kostüm und Pumps eher hinderlich.

(Heike Pourian)

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Forum: Fokus Organisation

Forum 1 | Organisation im Blick: Wie Künste anders sehen und
erfahren helfen

Künstlerische Prozesse können in Organisationen viel mehr leisten, als man ihnen gewöhnlich zutraut. Wissen, Theorie und standardisierte Prozesse allein führen nicht zu Veränderung. Vielmehr brauchen Führungskräfte und Mitarbeitende einer lebendigen, kreativen und innovativen Organisation vor allem Gestaltungskompetenz. Wie aber können Mitarbeiter Gestaltungskompetenz erwerben?

Das Prinzip des künstlerischen Handelns kann auch für Personen in außerkünstlerischen Feldern Quelle für ein innovatives und dialogisches Vorgehen sein. Elemente eines künstlerischen Prozesses werden in diesem Forum im Zusammenhang mit Beispielen von Kunst in Unternehmen und Organisationen thematisiert.

(Sandra Freygarten)


Forum 2 | Kreativ-Impulse: Kunst und Lebenssinn

Kreativität ist nichts anderes, als Mut zu sich selbst, sagte Roland Jaffe einmal. Vielleicht gehört dazu ja auch der Mut, sich als Patient im Krankenhaus nicht unterkriegen zu lassen. Das Universitätsklinikum in Münster (UKM) hat vor vielen Jahren als eines der ersten Häuser in Deutschland damit begonnen, Impulse aus Kunst und Kultur aufzugreifen und Patient_innen und Mitarbeitenden zugänglich zu machen. Ausstellungen, Konzerte, Workshops, auch Gesprächskreise sollen Patient_innen helfen, den Aufenthalt im Krankenhaus etwas weniger belastend zu empfinden.

Für Betreuer_innen, ob im Ehrenamt oder angestellt, steht Humor dabei als Schlüsselbegriff für den Mut, im Umgang mit anvertrauten Menschen und ihren Angehörigen angemessen zu handeln und auch für scheinbar verfahrene und belastende Situationen kommunikative und kreative Impulse geben zu können. Die Erfahrungen mit einzelnen Projekten werden vorgestellt, aber auch die Veränderungen, denen Kultur heute unterworfen ist.

(Christian Heeck)


Forum 3 | Das bleibt uns (nicht) verborgen: Was Forschung uns (wie) zugänglich machen kann

Was kann geschehen, wenn Kunst sich auf fremdes Gelände begibt? Wie kann man das zunächst einmal überhaupt bemerken? Wie kann man es einordnen? Womit kann man es in Beziehung setzen? Was kann man vielleicht sogar über Systematisches, Gestaltbares oder Verlässliches sagen? Was also können wir mit dem Anspruch, Forschung zu treiben, im Gelände »Kultur kann anders« mit einer hinreichenden Ernsthaftigkeit versuchen und wie könnte das gelingen?

Wir können das, was jeweils wahrgenommen wird und wie es beobachtet wird, erfragen. Wir können als begleitende Forscher selbst beobachten. Und: Wir können Angehörige aller Gruppen einladen, selbst in einer gezielten und bewussten Weise zu beobachten und uns an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. Dieses Forum wird uns dazu Gelegenheit in Fülle bieten: Fragen stellen, Beobachtungen formulieren und teilen, Theorie-Bausteine ausprobieren und forschend suchen, konstruieren und vernetzen.

(Prof. Dr. Erwin Wagner)

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